Informationsbrief zur zivilen Sicherheitsforschung 10/25
Von der Zuwendungssumme über die Erfolgsquote bis hin zu Schwerpunktthemen: Wir haben für Sie die wichtigsten Zahlen und Fakten der deutschen Beteiligung an den Ausschreibungen im Cluster 3 von Horizont Europa 2024 ausgewertet.
Die Zahlen im Überblick
Bis zum 20. November 2024 konnten Antragstellende ihre Projektanträge für die Ausschreibungen (Calls) in den sechs Themenfeldern im Cluster 3 von Horizont Europa einreichen. Insgesamt wurden 45 Projekte (Vorjahr: 42) mit einer Gesamtfördersumme von rund 191 Mio. € zur Förderung ausgewählt. Das Budget verteilt sich wie folgt:
Die Zahlen im Überblick
Bis zum 20. November 2024 konnten Antragstellende ihre Projektanträge für die Ausschreibungen (Calls) in den sechs Themenfeldern im Cluster 3 von Horizont Europa einreichen. Insgesamt wurden 45 Projekte (Vorjahr: 42) mit einer Gesamtfördersumme von rund 191 Mio. € zur Förderung ausgewählt. Das Budget verteilt sich wie folgt:
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Fighting Crime and Terrorism (FCT): 45 Mio. €
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Border Management (BM): 29 Mio. €
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Resilient Infrastructure (INFRA): 16 Mio. €
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Cybersecurity (CS): 51 Mio. €
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Disaster-resilient Societies (DRS): 34 Mio. €
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Supporting Security Research and Innovation (SSRI): 16 Mio. €
Im europäischen Ländervergleich betrachtet, hat Deutschland im Jahr 2024 die dritthöchste Zuwendungssumme empfangen und die vierthöchste Anzahl an Projektbeteiligungen.
Die deutschen Antragsteller waren über das gesamte Programm hinweg mit ihren Beteiligungen erfolgreich. Schwerpunkte lagen auf den Bereichen Cybersicherheit und Katastrophenresiliente Gesellschaften.
Die deutschen Beteiligungen waren auch 2024 qualitativ gut und zeigen das Engagement der deutschen Antragsteller in einem konkurrenzgeprägten Umfeld. So erhielten ca. 71% aller eingereichten deutschen Beteiligungen zehn oder mehr Punkte in der Bewertung.
Obwohl mehr Mittel zur Verfügung standen, ist die Überzeichnung der Einreichungen weiter gestiegen.
Steigende Mittel, steigender Wettbewerb
191 Mio. €. Das war die Höhe der Fördermittel, die im vierten Jahr von Horizont Europa (2024) zur Verfügung stand. Ein Anstieg von 15 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Konkurrenz: So gab es mehr eingereichte Anträge, wodurch die durchschnittliche Fördersumme pro Beteiligung leicht gesunken ist. Für Deutschland bedeutet das: Eine geringere Zuwendungssumme als noch 2023. Doch trotz des Rückgangs bleibt die deutsche Beteiligung insgesamt stark und Deutschland erreicht mit Blick auf die Zuwendungssumme den dritten Platz im Ländervergleich (Abbildung 1). Im Detail: Es gingen etwa 19 Mio. € an Antragsteller aus Deutschland (FCT: ca. 1,5 Mio. €; BM: ca. 1,9 Mio. €; INFRA: ca. 1,5 Mio. €; CS: ca. 10 Mio. €; DRS: ca. 4 Mio. €, SSRI: ca. 0,2 Mio. €). Deutsche Partner sind in 26 Projekten insgesamt 49-mal beteiligt (FCT: 7; BM: 4; INFRA: 4; CS: 20; DRS: 13; SSRI: 1).
191 Mio. €. Das war die Höhe der Fördermittel, die im vierten Jahr von Horizont Europa (2024) zur Verfügung stand. Ein Anstieg von 15 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Konkurrenz: So gab es mehr eingereichte Anträge, wodurch die durchschnittliche Fördersumme pro Beteiligung leicht gesunken ist. Für Deutschland bedeutet das: Eine geringere Zuwendungssumme als noch 2023. Doch trotz des Rückgangs bleibt die deutsche Beteiligung insgesamt stark und Deutschland erreicht mit Blick auf die Zuwendungssumme den dritten Platz im Ländervergleich (Abbildung 1). Im Detail: Es gingen etwa 19 Mio. € an Antragsteller aus Deutschland (FCT: ca. 1,5 Mio. €; BM: ca. 1,9 Mio. €; INFRA: ca. 1,5 Mio. €; CS: ca. 10 Mio. €; DRS: ca. 4 Mio. €, SSRI: ca. 0,2 Mio. €). Deutsche Partner sind in 26 Projekten insgesamt 49-mal beteiligt (FCT: 7; BM: 4; INFRA: 4; CS: 20; DRS: 13; SSRI: 1).
Abbildung 2: Rückflussquoten der letzten Jahre im Vergleich
Abbildung 1: Zuwendungssummenanteile nach Ländern und Zuwendung
Dritthöchste Rückflussquote für Deutschland dank guter Qualität der Anträge
Dass Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin zu den erfolgreichen Ländern gehört, spiegelt sich auch in der deutschen Rückflussquote wider: Sie zeigt, wie viel Geld ein Land anteilig von der Gesamtsumme der Förderung wieder zurückbekommt. Deutschland hat mit circa 10% die dritthöchste Rückflussquote im Ländervergleich (Abbildung 2). Die gute Rückflussquote lässt sich unter anderem auf die gute Qualität der deutschen Anträge auf Beteiligung zurückführen. Von 559 eingereichten deutschen Beteiligungen wurden 337 als förderwürdig bewertet, viele davon lagen jedoch außerhalb des verfügbaren Förderbudgets oder kamen auf die Reserveliste. Lediglich 39 deutsche Beteiligungen verfehlten das Thema inhaltlich oder waren ungültig wegen Formfehlern. Daraus ergibt sich eine Erfolgsquote für die deutsche Antragsbeteiligungen von 8,19% – ein Ergebnis, das zwar leicht unter dem Gesamtdurchschnitt aller Länder liegt (8,88%), aber dennoch für die deutsche Wettbewerbsfähigkeit spricht.
Dass Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin zu den erfolgreichen Ländern gehört, spiegelt sich auch in der deutschen Rückflussquote wider: Sie zeigt, wie viel Geld ein Land anteilig von der Gesamtsumme der Förderung wieder zurückbekommt. Deutschland hat mit circa 10% die dritthöchste Rückflussquote im Ländervergleich (Abbildung 2). Die gute Rückflussquote lässt sich unter anderem auf die gute Qualität der deutschen Anträge auf Beteiligung zurückführen. Von 559 eingereichten deutschen Beteiligungen wurden 337 als förderwürdig bewertet, viele davon lagen jedoch außerhalb des verfügbaren Förderbudgets oder kamen auf die Reserveliste. Lediglich 39 deutsche Beteiligungen verfehlten das Thema inhaltlich oder waren ungültig wegen Formfehlern. Daraus ergibt sich eine Erfolgsquote für die deutsche Antragsbeteiligungen von 8,19% – ein Ergebnis, das zwar leicht unter dem Gesamtdurchschnitt aller Länder liegt (8,88%), aber dennoch für die deutsche Wettbewerbsfähigkeit spricht.
Insgesamt drei deutsche Projektkoordinationen
Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren spielen eine zentrale Rolle: Sie werden in der Außenwirkung gegenüber der Europäischen Kommission und nationalen Behörden besonders sichtbar. Von 47 eingereichten Projektvorschlägen mit deutscher Koordination wurden drei zur Förderung ausgewählt: Zwei im Bereich Cybersecurity und einer im Bereich Disaster-resilient Societies. Die zur Förderung ausgewählten, von deutschen Akteuren koordinierten Projekte sind:
Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren spielen eine zentrale Rolle: Sie werden in der Außenwirkung gegenüber der Europäischen Kommission und nationalen Behörden besonders sichtbar. Von 47 eingereichten Projektvorschlägen mit deutscher Koordination wurden drei zur Förderung ausgewählt: Zwei im Bereich Cybersecurity und einer im Bereich Disaster-resilient Societies. Die zur Förderung ausgewählten, von deutschen Akteuren koordinierten Projekte sind:
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Protecting Sensitive Cyber Ecosystems from Upcoming Next Generation and AI-generated Malware Threats (PERUN) koordiniert von Fernuniversität in Hagen im Call CS-01-01
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Trustworthy Quantum DevOps for Secure Software and Hardware Quantum Engineering (SecQdevOps) koordiniert von BearingPoint GmbH im Call CS-01-01
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Deployment And engagement of Resources and citizens for European Emergency Response (DARE) koordiniert von der Fraunhofer Gesellschaft im Call DRS-01-02
Unternehmen bilden stärkste Gruppe unter den erfolgreichen deutschen Akteuren
Die erfolgreichsten Antragsteller aus Deutschland stammen wie in den Vorjahren überwiegend aus der Wirtschaft. Unternehmen stellen mit 43% den größten Anteil unter den geförderten Partnern (Abbildung 3). Besonders erfolgreich waren sie in den Bereichen Cybersecurity, Fighting Crime and Terrorism und Resilient Infrastructure. Nach den Unternehmen folgen Forschungsorganisationen (ca. 27%), Hochschulen (ca. 18%), öffentliche Einrichtungen und Behörden (ca. 6%) und Andere (ca. 6%). Besonders erfreulich ist der Aufwärtstrend bei den Hochschulen. Sie bilden die drittgrößte Gruppe und damit erholt sich ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr deutlich. So sind deutsche Hochschulen in den Destinations Cybersecurity, Disaster-resilient Societies und mit einer Institution in Fighting Crime and Terrorism vertreten.
Die erfolgreichsten Antragsteller aus Deutschland stammen wie in den Vorjahren überwiegend aus der Wirtschaft. Unternehmen stellen mit 43% den größten Anteil unter den geförderten Partnern (Abbildung 3). Besonders erfolgreich waren sie in den Bereichen Cybersecurity, Fighting Crime and Terrorism und Resilient Infrastructure. Nach den Unternehmen folgen Forschungsorganisationen (ca. 27%), Hochschulen (ca. 18%), öffentliche Einrichtungen und Behörden (ca. 6%) und Andere (ca. 6%). Besonders erfreulich ist der Aufwärtstrend bei den Hochschulen. Sie bilden die drittgrößte Gruppe und damit erholt sich ihr Anteil im Vergleich zum Vorjahr deutlich. So sind deutsche Hochschulen in den Destinations Cybersecurity, Disaster-resilient Societies und mit einer Institution in Fighting Crime and Terrorism vertreten.
Überzeichnung steigt weiter an
Wie oft jeder zur Verfügung stehende Euro hätte ausgegeben werden können, zeigt die Überzeichnung an. Und hier wird deutlich: Die durchschnittliche Überzeichnung ist im Vergleich zum letzten Jahr erneut angestiegen. Für deutsche Akteure besonders interessant sind die Destinations Fighting Crime and Terrorism und Cybersecurity (CS 01-01 und CS 01-02) gefolgt von dem Bereich Disaster-resilient Societies (DRS 01-02). Eine dramatische Überzeichnung ist im Topic INFRA 01-01 und im Topic FCT 01-02 gegeben. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist die starke Überzeichnung im INFRA-01-03 Topic neu (Abbildung 4).
Wie oft jeder zur Verfügung stehende Euro hätte ausgegeben werden können, zeigt die Überzeichnung an. Und hier wird deutlich: Die durchschnittliche Überzeichnung ist im Vergleich zum letzten Jahr erneut angestiegen. Für deutsche Akteure besonders interessant sind die Destinations Fighting Crime and Terrorism und Cybersecurity (CS 01-01 und CS 01-02) gefolgt von dem Bereich Disaster-resilient Societies (DRS 01-02). Eine dramatische Überzeichnung ist im Topic INFRA 01-01 und im Topic FCT 01-02 gegeben. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist die starke Überzeichnung im INFRA-01-03 Topic neu (Abbildung 4).
Gratulation an alle deutschen Partner
Das BMFTR und die NKS Sicherheitsforschung gratulieren allen deutschen Partnern, die sich mit ihren Projektbeteiligungen und ihren Projektanträgen als Koordinatoren durchsetzen konnten!
Bei Rückfragen zu dieser Auswertung kontaktieren Sie gerne die NKS Sicherheitsforschung. Wir beraten Sie zukünftig gerne bei inhaltlichen, administrativ-organisatorischen oder strategischen Fragen zu den Ausschreibungen im Cluster „Zivile Sicherheit für die Gesellschaft“ von Horizont Europa.
Ansprechpartnerinnen:
Dr. Christine Prokopf, VDI Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 211 6214-945, E-Mail: prokopf@vdi.de
Julia Henn, VDI Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 211 6214-315, E-Mail: julia.henn@vdi.de
Stella Nüschen VDI Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 211 6214-433, E-Mail: stella.nueschen@vdi.de
Mura Rike Cammann, VDI Technologiezentrum GmbH, Bülowstraße 78, 10783 Berlin, Tel.: +49 30 275 9506-231, E-Mail: mura.cammann@vdi.de
Das BMFTR und die NKS Sicherheitsforschung gratulieren allen deutschen Partnern, die sich mit ihren Projektbeteiligungen und ihren Projektanträgen als Koordinatoren durchsetzen konnten!
Bei Rückfragen zu dieser Auswertung kontaktieren Sie gerne die NKS Sicherheitsforschung. Wir beraten Sie zukünftig gerne bei inhaltlichen, administrativ-organisatorischen oder strategischen Fragen zu den Ausschreibungen im Cluster „Zivile Sicherheit für die Gesellschaft“ von Horizont Europa.
Ansprechpartnerinnen:
Dr. Christine Prokopf, VDI Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 211 6214-945, E-Mail: prokopf@vdi.de
Julia Henn, VDI Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 211 6214-315, E-Mail: julia.henn@vdi.de
Stella Nüschen VDI Technologiezentrum GmbH, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Tel.: +49 211 6214-433, E-Mail: stella.nueschen@vdi.de
Mura Rike Cammann, VDI Technologiezentrum GmbH, Bülowstraße 78, 10783 Berlin, Tel.: +49 30 275 9506-231, E-Mail: mura.cammann@vdi.de
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Ansprechpartner*innen und verantwortliche Redakteur*innen:
• Dr. Michael Klink - Projektträger Sicherheitsforschung: Telefon: +49 211 6214-286, E-Mail: klink@vdi.de
• Dr. Christine Prokopf - Nationale Kontaktstelle Sicherheitsforschung: Telefon: +49 211 6214-945, E-Mail: prokopf@vdi.de
Versanddatum: 11. November 2025
• Dr. Michael Klink - Projektträger Sicherheitsforschung: Telefon: +49 211 6214-286, E-Mail: klink@vdi.de
• Dr. Christine Prokopf - Nationale Kontaktstelle Sicherheitsforschung: Telefon: +49 211 6214-945, E-Mail: prokopf@vdi.de
Versanddatum: 11. November 2025




